Wanderfalke

Wanderfalke

Koordination
Mario Hofmann
Steigerstraße 64
99897 Tambach-Dietharz
m.hofmann.aws@gmx.de

Seit der Wiederbesiedlung Thüringens werden die Bestände des Wanderfalkens alljährlich erfasst. Die Koordination des Monitorings obliegt dem Arbeitskreis Wanderfalkenschutz (AWS e. V.). Darüber hinaus beinhaltet das Gesamtprojekt ein wissenschaftliches Beringungsprogramm und konkrete Hilfs- und Schutzmaßnahmen. Seit ein paar Jahren wird das Monitoring durch die TLUG/VSW Seebach finanziell unterstüzt.

2010 hat es in Thüringen 44 beflogene Wanderfalkenreviere gegeben. In 38 Revieren wurde mit der Brut begonnen, für zwei weitere Reviere konnten die kurzzeitige Existenz eines Geleges und ein Brutversuch nicht ausgeschlossen werden. In vier beflogenen Revieren kam es zu keinem Gelege. Bei 26 erfolgreichen Brutpaaren wurden insgesamt 66 Jungvögel flügge.

In 18 beflogenen Revieren gab es keinen Bruterfolg (41 %). Eine der Hauptursachen liegt darin, dass der heute in vielen Felsgebieten nicht nur als Brutplatzkonkurrent vorkommende Uhu gezielt die Brutplätze des Wanderfalkens anfliegt und oft das (nachts ausschließlich) brütende Weibchen schlägt oder frisch geschlüpfte Jungvögel erbeutet. Inzwischen gehören 28 traditionelle Wanderfalkenreviere zum Jagdgebiet des Uhus.

Wanderfalkenbestand Entwicklung der Wanderfalkenbestände (Revierpaare) in Thüringen (Gerd Kleinstäuber 2010: Jahresbericht)