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Erfassung der Rot- und Schwarzmilanbestände in Thüringen

In den Jahren 2000 und 2010, fanden landesweite Erfassungen der Brutbestände des Rotmilans in Thüringen statt. Für 2000 ergab sich ein Bestand von etwa 900+/-100 Brutpaaren, für 2010 etwa 950+/-50 Brutpaare. Da der Rotmilaneine wichtige Leitvogelart für die offene Landschaft ist, soll nach 10 Jahren eine erneute Erfassung aller Rotmilanbruten im Jahr 2020 erfolgen. Insbesondere bei der Genehmigung von Windkraftanlagen wird einem Brutvorkommen von Rotmilanen innerhalb von 1,5 km Entfernung zum geplanten Aufstellungsort eine hohe Bedeutung zugemessen.
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Wichtig ist dabei, den genauen Horststandort zu ermitteln. Wenn das in Einzelfällen nicht gelingt, sind revierbesetzende Paare (Brutverdacht) anzugeben (Arbeitsanleitung). Die Erfassung erfolgt auf der Basis von Quadranten der topografischen Karten 1:25.000 (TK) analog zum ADEBAR-Projekt und zur Erfassung vor 10 Jahren. Im Jahr 2010 wurde gleichzeitig mit dem Rotmilan auch der Schwarzmilan in Thüringen erfasst. Da beide Arten im meist im gleichen Lebensraum vorkommen, sollen bei der Erfassung 2020 auch alle Schwarzmilanbruten kartiert werden, ohne dass ein großer Mehraufwand dafür nötig ist. Sollten Besonderheiten bei der Konkurrenz um Nistplätze festgestellt werden (z.B. Nilgans), bitten wir um möglichst genaue Dokumentation.
Der Verein Thüringer Ornithologen ruft alle Mitglieder und andere interessierte Personen zur Mitarbeit an dieser Erfassung auf. Um die Arbeit besser koordinieren zu können, sollen für jeden Kreis sogenannte Kreiskoordinatoren gewonnen werden, die die Erfassung auf der Basis ihrer Kenntnisse der lokalen Gegebenheiten organisieren (Gewinnung von Mitarbeitern, Vermeidung von Doppelbearbeitung von Quadranten, Beurteilung der Angaben).
Als zentrale Ansprechpartner stehen zur Verfügung:
Thomas Pfeiffer, Rosenweg 1, 99425 Weimar, Tel.: 03643 504554, thpfeiffer@gmx.net und Stefan Frick, Hopfengasse 2, 99084 Erfurt, Tel.: 0361 21873410, stefan-frick@gmx.net


Datensammlung zum "Stromtod" bei Vögeln

Die NGO Renewables Grid Initiative Renewables Grid Initiative (RGD) fördert ein neuerliches Protal des NABU zur Erfassung von an Stromleitungen verunglückten Vögeln. Ziel dieser Initiative ist Verbesserung bereits bestehender Leitungen sowie die konsequentere Einbeziehung von Schutzmaßnahmen beim derzeit laufenden Netzausbau. Um die Schutzmaßnahmen zügig umsetzen zu können, sind kurzfritige Meldungen von verunglückten Vögeln nötig. Weitere Informationen und das online-Meldeformular können Sie hier abrufen.



Seit 2019 keine Nachweise des Ziegenmelkers in Deutschland - die neue Artenliste Deutschlands

Im Band 56, Heft3 der Zeitschrift Vogelwarte ist die neue "Artenliste der Vögel Deutschlands" der gleichnamigen Kommission der DO-G erschienen. Neben verschiedenen aktualisierten Statusangaben, wurden auch einige systematische und taxonomische Anpassungen vorgenommen. Die Kommission bemüht sich in der vorliegenden Publikation dem aktuellen Wissens- und Publikationsstand Rechnung zu tragen. Dabei werden u.a. viele der bisherigen Schafstelzenarten jetzt wieder als Unterarten eingestuft. Die lang erwartete Erhebung der fabalis-Unterart (Waldsaatgans) in den Artstatus wurde vollzogen. Insgesamt werden 70 Taxa neu bewertet, d.h. es ergeben sich neue wissenschaftliche Namen im Vergleich zur bisher geltenden Liste von Barthel und Helbig (2005). Änderungen wurden auch an den deutschen Namen vorgenommen. Kann man die Umbenennung der Mohrenlerche in Schwarzsteppenlerche oder die pragmatische Kürzung des Großen Brachvogels in Brachvogel noch nachvollziehen, fällt es bei Umbenennungen wie der des Ziegenmelkers in Nachtschwalbe, Dunkler Wasserläufer in Dunkelwasserläufer oder des Kleinen Sumpfhuhns in Kleinsumpfhuhn schon schwerer, zumal dies (eigentlich) den allgemein gängigen Konventionen des Umgangs mit Trivialnamen widerspricht. Den sicher noch vieldiskutierten Beitrag kann man hier online abrufen.



Änderungen bei der Avifaunistischen Kommission und die neue Meldeliste Thüringens

Zum 1. Januar 2019 hat die DAK ihre Liste der dokumentationspflichtigen Arten überarbeitet. Demnach werden Sichler, Eismöwe, Triel, Doppelschnepfe, Taiga-Zilpzalp, Zitronenstelze und Zwergammer ab dem genannten Datum in die Verantwortung der Landeskommissionen gegeben. Die AKT hat dies zum Anlass genommen bei ihrem Treffen im Januar 2019 die Liste der dokumentationspflichtigen Arten in Thüringen anzupassen. Die ab diesem Jahr geltenden Änderungen können Sie hier nachlesen.



Das neue Heft "Mitteilungen und Informationen Nr. 41" ist erschienen!

Das aktuelle Heft enthält den Jahresbericht mit den ornithologischen Besonderheiten des vergangenen Jahres und den Bericht über spannende Ringfunde in Thüringen aus dem Jahr 2017. Erstmalig werden die Ergebnisse der Wasservogelzählsaison der vergangenen Zählperiode (2017/18) vorgestellt. Die Stiftung des Vereins präsentiert die mit ihren Mitteln geförderten Projekte. Ein weiteres Kapitel informiert über den aktuellen Stand der vom VTO koordinierten Monitoringprojekte im Freistaat und vieles mehr...
Für Nichtmitglieder kann das Heft zum Preis von 10,-€ (zzgl. 3,-€ Versand) über die Geschäftsstelle (E-Mail) bezogen werden. Das Heft Nr. 40 ist demnächst auch online abrufbar.

Aufruf Schlafplatzerfassung von Waldohreulen in Thüringen!

Seit dem Jahr 2013 werden landesweite Erfassungen von traditionellen und neuen Schlafplätzen von Waldohreulen durchgeführt. Auch in diesem Winter rufen wir zu einer solchen auf. Meist handelt es sich um bekannte und langjährig genutzte Einstände, in Siedlungen, Parks, Gartenanlagen usw. Neben der Möglichkeit der Verbesserung des Schutzes der Schlafbaumareale, lassen die Ergebnisse dieser Zählungen auch Rückschlüsse auf die Entwicklung der Population zu. Jeder Schlafplatz sollte einmal wöchentlich kontrolliert werden. Dabei sind selbstverständlich Störungen und längere Aufenthalte zu vermeiden. Alle Beobachter werden gebeten ihre Ergebnisse bis zum Beginn der Brutzeit mit dem Meldebogen an den Koordinator

Maik Klammer, Karlstr. 4, 99189 Gebesee, E-mail zu senden.

Erfassungsbogen Waldohreule: pdf: 0.3 MB


Rotmilanpatenschaft des VTO

Leider ist unser Patenmilan "Thomas" seit einiger Zeit nicht mehr auffindbar. Auf Grund seines Alters ist es wahrscheinlich, daß er nicht mehr am Leben ist. Deshalb ist die Patenschaft des VTO jetzt an "Thomas II" übergegangen. "Thomas II" ist ein Männchen, im Weimarer Land beheimatet und somit ebenfalls ein echter Thüringer. Er wurde bereits 2015 besendert und hat in den Jahren 2015 bis 2017 gemeinsam mit seiner Partnerin 9 Junge aufgezogen. Ein Kurzporträt inclusive seiner bisherigen Zugrouten finden Sie auch auf der
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Internetseite des DDA. Wir hoffen nun, daß uns "Thomas II" lage erhalten bleibt und verlässlich neue und spannende Daten aus seinem Leben liefert.


Erfassung von Nilgansbruten 2018 bis 2021 in Thüringen

Die Nilgans (Alopochen aegyptiaca) trat erstmals im Jahr 2000 als Brutvogel in Thüringen auf. Seitdem hat sie große Teile des Landes besiedelt. Der Brutbestand nimmt seitdem weiterhin zu. Das Auftreten dieses Neozooen rückt landes- und bundesweit immer mehr in den Fokus Obwohl die Art von vielen Feldornithologen gemeldet wird, gibt es bezogen auf die Brutvorkommen zumindest lokale Kenntnis-Defizite. Dies betrifft zum einen Regionen, die wenig von Ornithologen frequentiert werden, zum anderen Regionen, die gerade erst durch die Nilgans besiedelt werden.
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Der VTO möchte daher gemeinsam mit der Vogelschutzwarte Seebach dazu aufrufen, im Jahr 2018 Nilgänse genauer zu erfassen und Brutvorkommen zu dokumentieren. Abseits bekannter Brutansiedlungen sollten auch einzeln, paarwiese bzw. in Gruppen auftretende Vögel gemeldet werden. Sie sind oftmals die ersten Anzeichen für Ansiedlungen. Die Vögel sind sehr mobil, die Brutplätze können entfernt von Gewässern liegen. Die Nester sind meist schwer zu finden, sie können in Höhlen, am Boden (z.B. Fuchs- oder Kaninchenbauten), im Röhricht oder auch in Bäumen bzw. Gebäuden liegen. Besonders erwünscht sind Hinweise von Bruten auf Horsten von Greifvögeln, Störchen, Reihern. Achten Sie bei den Meldungen auf korrekte Ortsangaben und verwenden Sie den richtigen Brutzeitcode. Kontrollen können bereits im März beginnen, Gewässer sollten aber auch noch bis in den August kontrolliert werden. Spätbruten sind bei dieser Art nicht ungewöhnlich. In manchen gewässerreichen Regionen treten v.a. nach der Brutzeit größere Ansammlungen von mehreren 100 Nilgänsen auf. Diese sind nicht direkt mit Brutvorkommen in der Nachbarschaft gleichzusetzen, hier ist Zuzug aus einem größeren Einzugsbereich wahrscheinlich. Dennoch gibt die Entwicklung solcher Rastbestände Aufschluss über die Bestandsentwicklung. Daher sollen auch rastende bzw. Nahrung suchende Trupps gemeldet werden. Im Zuge dieser Erfassung bietet sich an, die bisher noch in geringer Zahl vorhandenen Vorkommen von Kanada- (Branta canadensis)und Rostgans (Tadorna ferruginea) zu erfassen. Die Kanadagans ist in geringer Zahl seit 2012 Thüringer Brutvogel. Bei der Rostgans gab es eine Mischbrut mit der Nilgans und 2016 eine Brut am Helmestausee. Für diese Arten ist letztlich kein größerer Aufwand erforderlich, sie können bei der Suche nach Nilgänsen mit erfasst werden. Die Kanadagans ist dabei häufig mit Graugänsen vergesellschaftet, die Rostgans dagegen meist mit Nilgänsen. Alle Meldungen sollten möglichst über das Internetportal ornitho.de eingegeben werden. Ornithologen ohne Computer bitten wir, Ihre Beobachtungen über lokale Fachgruppen oder direkt an den Landeskoordinator (Stefan Frick, Hopfengasse 2, 99084 Erfurt, 0361/2187 3410, E-Mail ) zu melden. Bei größeren Datenmengen reicht eine Sammelmeldung pro Gebiet aus.


 

Flügelmarken markierter Rotmilane


Foto:M.Nickel 17.04.2017 von C64 markiert im Juni 2014

Seit vielen Jahren werden, u.a. auch in Thüringen, Rotmilane mit Flügelmarken markiert. Wir möchten an dieser Stelle alle aktiven Beobachter aufrufen, solche markierten Rotmilane abzulesen und diese an Thomas Pfeiffer zu senden. Weitere Informationen finden Sie auch unter www.ornitho.de

 

Resolution zur Bewirtschaftung der Wälder in Thüringen

Der VTO hat auf seiner 25. Jahrestagung am 07.03.15 in Mühlberg eine Resolution mit Forderungen zur Bewirtschaftung von Wäldern in Thüringen verabschiedet. Damit möchte der VTO insbesondere auf überhöhte Einschläge in Naturschutz- und Natura 2000-Gebieten aufmerksam machen, die mittel- bis langfristig zum Rückgang geschützter Waldvogelarten führen werden.

Resolution des VTO:   pdf 0.5 MB

 

Termine und Ankündigungen

Tagung und Mitgliederversammlung des Vereins Thüringer Ornithologen 14./15.03.2020 in Mühlberg.


 

Sonderheft der TLUG-Zeitschrift "Landschaftspflege und Naturschutz in Thüringen" erschienen

Im aktuellen Sonderheft "Natur erleben in Thüringen" werden 20 besondere Naturerlebnisse in Thüringen vorgestellt. Dies reicht vom Gipskarst im Südharz bis zu den erloschenen Vulkanen der Rhön, vom Werratal in Westthüringen bis zu den Feuchtgebieten des thüringischen Vogtlandes. Dabei werden werden neben selten gewordenen Lebensräumen auch zahlreiche ornithologisch spannende und besuchenswerte Gegenden vorgestellt.


Weitere Informationen unter tlug-jena.de

 

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