Zählgebiete

Monitoring seltener Arten (MsB), Zählgebiete

Koordination
Stefan Frick
Hopfengasse 2
99084 Erfurt
Tel.: 0361/21873410

Koordination AEP

Stefan Jaehne
Lindenhof 3
99998 Weinbergen / OT Seebach
vsw.seebach@tlug.thueringen.de
Tel.: 03601/440662


Zielsetzung
Beim Monitoring seltener Brutvögel (MsB) sollen alle Arten erfasst werden, die nicht ausreichend über das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB) abgedeckt sind. Neben den besonders seltenen, die im Artenmonitoring behandelt werden, betrifft es die meisten mittelhäufigen Arten.

Für die Erfassung mittelhäufiger Arten werden sogenannte Zählgebiete verwendet. Mit ihrer Hilfe kann nicht nur das Vorkommen einzelner Arten, sondern auch die Bestandesentwicklung untersucht und dokumentiert werden. Grundsätzlich besteht das Ziel darin, den Brutbestand (Brutnachweise + Brutverdachtsmomente) einzelner Arten in einem fest abgegrenzten Gebiet über mehrere Jahre (je länger desto besser) zu erfassen.

Die Arbeiten im Gelände bestehen in der alljährlichen Kartierung des Brutbestandes ausgewählter Arten in einem abgegrenzten Gebiet. Die Gebietsgrenzen bestimmt der Kartierer selbst, ebenso kann er das MsB-Artenspektrum einschränken. Bei einer gewissen Gleichverteilung der Arten bieten sich ein (oder mehrere) TK-Quadranten als Zählgebiet an. Dies betrifft die meisten Arten der Agrarlandschaft, der Wälder und Siedlungen, z.B. Greifvögel, Eulen, Spechte oder auch Gebäudebrüter. Lediglich bei Wasservögeln bzw. Feuchtgebietsarten sind landschaftsbezogene Abgrenzungen von Zählgebieten notwendig. In einer Reihe von Fällen gibt es hier ggf. Überschneidungen mit den besonders seltenen Arten, die unter das Artenmonitoring fallen. Dies ist jedoch durchaus wünschenswert, da die Erfassung seltener Arten (z.B. Enten oder Kiebitz) und mittelhäufiger Arten (z.B. Haubentaucher oder Schafstelze) in einem Zählgebiet erfolgen kann.

Kartierunterlagen und Datenmeldung
Viele Ornithologen führen bereits Kartierungen durch, die den Anforderungen an ein Zählgebietsmonitoring entsprechen. Damit die Daten nicht nur lokal oder bestenfalls regional Beachtung finden, ist es wichtig, das Kartierprojekt als Zählgebiet bei den Koordinatoren anzumelden und die erhobenen Daten dorthin weiterzuleiten. Dies kann formlos geschehen. Auch neue Projekte lassen sich als Zählgebietsmonitoring gestalten. Bei der Abgrenzung von Gebieten und der Artenauswahl helfen die Koordinatoren gerne weiter. Auf Wunsch wird mit der Anmeldung des Gebietes geeignetes Kartenmaterial zur Verfügung gestellt.

Erfassungsbogen Zählgebiete: xls 0.1 MB

Verwendung der Daten
Die Daten werden beim VTO gesammelt und landesweit ausgewertet. Sie sind vor allem für Artbearbeitungen und das Erstellen der fortlaufenden Roten Liste gedacht. Außerdem dienen Sie als Referenz um einmalige Katierungen bewerten zu können. Sämtliche Ergebnisse werden zum DDA weitergeleitet und dort auf Bundesebene ausgewertet.