Gartenrotschwanz

Gartenrotschwanz

Anprechpartner
Stefan Frick
Hopfengasse 2
99084 Erfurt
stefan-frick@gmx.net
Tel.: 0361/2187 3410

Der Gartenrotschwanz war vom NABU zum Vogel des Jahres 2011 gewählt worden. Regional unterschiedlich ist er in vielen Teilen Deutschlands selten geworden und steht stellvertretend für die Gruppe der Höhlen- und Halbhöhlenbrüter der Halboffenlandschaft. Einerseits besiedelt er ursprüngliche Habitate wie lichte und trockene Laubwälder, Lichtungen oder Waldränder, und ist dabei stark an alten Baumbestand gebunden. Andererseits ist er auch als Kulturfolger in Siedlungsnähe anzutreffen, so in Parkanlagen, Villenvierteln oder Gartenstädten sowie Dorfrändern und Obstgärten bzw. Obstwiesen mit lockerem und altem Baumbestand. Für Streuobstwiesen gilt er als Charakterart, auch in vielen Gärten kommt er vor, hier oft unterstützt durch Nistkästen.

Der Gartenrotschwanz kann als klassische mittelhäufige Art gelten, die einerseits zu selten ist, um in den 100ha-Flächen des MhB sinnvoll erfasst zu werden. Andererseits ist die Art zu häufig, um sie flächendeckend zu erfassen, da die besiedelten Lebensräume eine große Fläche einnehmen.

Der VTO hatte 2011 zur Erfassung auf Probeflächen aufgerufen. Die Ergebnisse dieser Erfassung wurden einerseits auf dem Kartierertreffen im November 2011 in Mühlberg vorgestellt, zum anderen sind sie zusammengefasst in den Mitteilungen und Informationen des VTO erschienen und können hier nachgelesen werden. Dabei wird auch auf die Erfassungsmethode eingegangen, ebenso wie auf die langfristige Erfassung in definierten Zählgebieten. Gedankt wird allen Mitarbeitern, die den Gartenrotschwanz 2011 erfasst und gemeldet haben und zumindest lokal diese Erfassungen auch in den Folgejahren durchführten. Weiterhin gilt die Bitte, geeignete Zählgebiete für ein Monitoring auch dieser Vogelart auszuwählen und dort die Bestände dieser und ggf. anderer Arten über mehrere Jahre zu erfassen. Interessenten melden sich an o.g. Ansprechpartner.

Alle sonstigen Beobachtungen insb. zu Brutvorkommen sollten in ornitho gemeldet werden, Meldungen können natürlich auch postalisch oder per Email erfolgen, spätestens zum Ende der Brutsaison (also Ende September).