Nachrichtenarchiv VTO Stiftung
März 2014
Neuer Vereinsvorstand
Am 22.03.14 haben die Mitglieder des VTO in Mühlberg einen neuen Vorstand gewählt. Insbesondere das Amt des Vorsitzenden war neu zu besetzen, da der bisherige Vorsitzende Eberhard Mey um einen personellen Wechsel an der Vorstandsspitze gebeten hatte. Als neuer Vorsitzender wurde der bisheriger Geschäftsführer Christoph Unger gewählt. Sein Amt übernimmt Michel Nickel aus Jena. Damit ist auch ein Umzug der Geschäftsstelle von Hildburghausen nach Jena verbunden. Drei weitere Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt. Dies sind Ingo Uschmann als Schatzmeister, Stefan Frick als Koordinator "Vogelmonitoring" und Erwin Schmidt als Schriftführer. Der VTO bedankt sich insbesondere bei Eberhard Mey, der den Verein seit seiner Gründung über zwei Jahrzehnte lang als Vorsitzender erfolgreich geführt hat.

 

März 2013
Monitoring häufiger Brutvogelarten (MhB)
Aufgrund der derzeitigen Witterungsbedingungen bitten wir darum, bei der Kartiererung der Probeflächen folgende Hinweise zu beachten:
  • Bitte versuchen Sie, den ersten Begehungstermin im festgesetzten Zeitraum zu erledigen. Ein Verschieben der Begehung nach hinten sollte nur dann erfolgen, wenn es wirklich noch keine Gesangsaktivitäten bei den Brutvögeln in ihrer Region gibt bzw. eine Begehbarkeit stark eingeschränkt ist.
  • Wird die erste Begehung in den zweiten Begehungszeitraum geschoben, bitte diese möglichst am Beginn des zweiten Begehungszeitraums durchführen (etwa bis 10.04.13.). Damit bleibt noch Zeit, die zweite Begehung im für sie vorgesehenen Zeitraum und mit mindestens einwöchigem Abstand zur ersten Begehung zu erledigen
  • Bitte verschieben Sie die restlichen Begehungen nicht automatisch auch nach hinten. Wenn die erste Begehung erst im zweiten Wertungszeitraum gemacht werden kann, wäre es ideal, die verbleibenden Begehungen möglichst am Ende der jeweiligen Begehungsperiode durchzuführen.
  • Wird der erste Durchgang in die zweite Begehungsperiode verschoben, bitte das abweichende Datum später bei der Auswertung eindeutig im Ergebnisbogen kennzeichnen.
In diesem Sinne wünschen wir gutes Gelingen und hoffen, dass der Frühling nicht mehr lange auf sich warten lässt! Für Rückfragen steht der Koordinator gerne zur Verfügung.

 

März 2013
Kälteeinbruch behindert Vogelzug
Der plötzliche Kälteeinbruch, der Mitte März auch in Thüringen zu Schnee, Schneeregen, Eis und Nebel führte, blieb nicht ohne Folgen für den Frühjahrzug der Vögel. Allein am zweiten Märzwochenende verunglückten ca. 10 Kraniche im Thüringischen Eichsfeld beim Versuch im dichten Nebel zu landen. Die Tiere verloren die Orientierung und flogen gegen Zäune, Häuser, Bäume und Freileitungen. Einige der Vögel konnten verletzt geborgen werden und befinden sich zurzeit zur Pflege an der Vogelschutzwarte Seebach. Aber nicht nur ziehende Kraniche, sondern auch Kiebitze, Drosseln und Lerchen sind vom Kälteeinbruch betroffen. Überall wurden rastende Schwärme auf den z. T. tief verschneiten Äckern beobachtet. Mit dem Weiterzug der rastenden Vögel ist erst bei Wetterbesserung zu rechnen. Die Vogelschutzwarte Seebach bittet um Meldung verunglückter bzw. verendeter Tiere, um einen Überblick über die Situation zu erhalten.

 

August 2012
Schwarzstorchberingung
2012 ist ein überaus erfolgreiches Jahr für die Schwarstorchberinger in Thüringen gewesen. Insgesamt konnten in Thüringen 24 Jungvögel beringt werden. Allein 9 davon im Landkreis Sonneberg, weitere 5 im Landkreis Hildburghausen, 3 im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt und 4 im Eichsfeld. Der VTO bedankt sich bei allen Beringern und Horstbetreuern für die geleistete Arbeit. Ein besonderer Dank geht an Carsten Rohde, der auch in diesem Jahr wieder nach Thüringen gekommen ist, um uns zu unterstützen. Auf seiner Website ist alles über das bundesweite Schwarzstorchprojekt nachzulesen. Alle Ornithologen werden gebeten, besonders auf beringte Störche zu achten und abgelesene Vögel dem Koordinator oder Carsten Rhode mitzuteilen. Über die Wiederfunde wird auf der Avifauna-Seite des VTO und jährlich in den Mitteilungen und Informationen berichtet.

 

August 2012
Seealderberingung im Altenburger Land
Auch in diesem Jahr gibt es Nachwuchs beim Seeadlerpaar im Altenburger Land. Am 11.06.2012 wurden die beiden gesunden Jungvögeln von Oliver Krone beringt. Die Tiere wogen 3,5 und 5 kg und sind mit hoher Wahrscheinlichkeit weiblich. Der größere Jungvogel wurde zusätzlich mit einem GPS-Sender ausgestattet. Dies geschah im Rahmen eines Forschungsprojektes des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin. Der Sender wird mit Batterien betrieben und hat eine Lebensdauer von mehreren Monaten. In dieser Zeit wird er den Wissenschaftlern wertvolle Daten zum Wanderungs- und Ansiedlungsverhalten des jungen Adlers liefern. Diese Informationen sind von besonderer Bedeutung, da Thüringen mit einem Gesamtbestand von 2 Brutpaaren an der sich nach Südwesten ausdehnenden Verbreitungsgrenze des Seeadlers liegt.

 

Feb. 2012
Thüringer Brutvogelatlas
Es ist geschafft! Am 31.01.12 hat der VTO dem DDA die Endversion der ADEBAR-Datenbank übergegeben. Damit ist Thüringens Beitrag zu den Verbreitungskarten im Deutschen Brutvogelatlas abgeschlossen. Im Verlauf der Datenprüfung und der Online-Kommentierung wurden mehrere Tausend Korrekturen und Nachmeldungen in den Datenbestand eingearbeitet. Dafür möchte sich der VTO bei allen Meldern und Artbearbeitern herzlich bedanken. Für den Thüringenatlas stehen nun rund 45.000 Datensätze zur Verfügung, die im Sommer kartografisch aufbereitet werden. Bereits jetzt laufen die Arbeiten für die Texte in den einzelnen Fach- und Artkapiteln sowie die Vorbereitungen für die statistische Auswertung des Datenbestands. Bis zum Erscheinen der abschließend überarbeiteten Verbreitungskarten können die Arbeitskarten weiter eingesehen werden.

 

Jan. 2012
Anzeiger als pdf
Seit Anfang dieses Jahres steht eine pdf-Ausgabe des Anzeigers zur Verfügung. Ältere Hefte können dort vollständig herunter geladen werden. Bei aktuellen Artikeln stehen die Zusammenfassungen als Download bereit.

 

Nov. 2011
Pappelgehölze in der Feldflur
Vor mehreren Jahrzehnten wurden in Thüringen landesweit Hybridpappeln in der Feldflur als Windbrecher, zur Gestaltung des Landschaftsbildes oder zur Flurholzproduktion angepflanzt. Diese Gehölze bieten heute zahlreichen Vogelarten optimale Nistmöglichkeiten. So hat beispielsweise die Kartierung von Rot- und Schwarzmilan des VTO gezeigt, dass 2010 mehr als 90 % der Milanhorste im Thüringer Becken in Pappeln zu finden waren. Mittlerweile haben die meisten Hybridpappeln ihr natürliches Alter erreicht, und müssen nicht zuletzt aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht gefällt werden. Für zahlreichen Vogelarten bedeutet das einen Verlust an Bruthabitaten, der in den nächsten Jahren zu massiven Bestandesrückgängen führen kann. Es ist daher wichtig, Pappelgehölze möglichst lange zu erhalten bzw. rechtzeitig zu verjüngen. Dazu haben Ornithologen und Naturschützer eine gemeinsame Arbeitshilfe erarbeitet.

Handlungsempfehlungen zum Umbau von Pappelfeldgehölzen:  pdf 0.1 MB

 

Mai. 2011
Fördermitgliedschaft beim Komitee gegen Vogelmord
Entsprechend des Beschlusses der Mitgliederversammelung im März 2011 in Mühlberg ist der VTO Fördermitglied beim Komitee gegen Vogelmord geworden. Das Komitee setzt sich für den länderübergreifenden Schutz der Zugvögel ein und schreitet insbesondere dort ein, wo Vogelfänger, Jäger oder Tierhändler gegen geltendes Naturschutzrecht verstoßen. Mit seiner Fördermitgliedschaft möchte der der VTO die Arbeit des Komitees unterstützen.

 

Nov. 2010
Totfundkartei an der VSW Seebach
Zur Beurteilung der Gefahren, die für Vögel von Vekehrs- und anderen Infrastrukturprojekten ausgehen, ist die Dokumentation von Totfunden unerlässlich. Aus diesem Grund soll an der Vogelschutzwarte Seebach eine umfassende Totfundkartei aufgebaut werden. Es wird darum gebeten, Totfunde formlos an vsw.seebach@tlug.thueringen.de zu melden. Wichtig sind folgende Angaben:
  • Vogelart
  • Datum
  • Name des Melders
  • Todesursache (z. B.: Straßenverkehr, Glasanflug, WEA, Freileitung, Abschuss, Falle)
  • Fundort (grobe Beschreibung)
Die Totfunddatei an der Vogelschutzwarte Seebach ist mit der Anflugopferdatei für WEA in Brandenburg verknüpft, so dass dorthin nicht doppelt gemeldet werden muss.